Wenn es ein Hundebuch gibt, das ausdrücklich und uneingeschränkt zu empfehlen ist, dann ist es “Wölfisch für Hundehalter – Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern” – das Gemeinschaftswerk der beiden großen Namen in Sachen Wolfsforschung: Elli H. Radinger und Günther Bloch.
Das Buch räumt von vorne bis hinten mit allen bekannten Gerüchten rund um den Wolf und seine Lebensweise auf, wobei jedes Mal auch der direkte Bezug zu Hund und Hundehalter folgt. Das macht es auch so gut zu lesen, denn es ist kein klassischer Ratgeber zur Hundeerziehung oder einfach “noch so ein Hundebuch”.
Es ist vielmehr aufgeteilt in: was behauptet wird, was Fakt ist und was das Ganze für uns Möchtegern-Alphatiere mit Dominanz-Problemchen letztendlich bedeutet.
Der Hund hat bekanntlich viel mit dem Wolf gemeinsam, und irgendwie wollen wir uns ja auch andauernd darauf berufen – aber vieles wird von uns Hundebesitzern gern verdreht, verzerrt, übertrieben oder schlicht falsch verstanden. Einiges ist weit überholt, was vor Jahrzehnten in der Wolfsforschung noch als absolute Wahrheit galt.
Und so gut strukturiert (nebenbei noch amüsant geschrieben, wie man es auch schon von Günther Blochs “Der Wolf im Hundepelz” kennt) und verständlich auf den direkten Vergleich Wolf – Hund heruntergebrochen, wie in diesem Stück Literatur, hat es wölfische Grundlagenforschung einfach noch nicht gegeben. Denn die Erkenntnisse sind 1:1 auf unseren Alltag übertragbar, nirgends ist trockenes Wissenschaftsgefasel zu finden, mit dem man am Ende nichts anzufangen weiß.
Wer sich also ein wenig für die Ursprünge unseres besten Freundes interessiert und ihn in seinen ureigenen Verhaltensweisen noch besser verstehen möchte, sollte auf jeden Fall wölfisch lernen – aber richtig!
Wer neugierig geworden ist, findet auf der Website von Elli Radinger eine Leseprobe – dort kann man übrigens ebenfalls ein handsigniertes Exemplar des Buches direkt bei der Autorin bestellen.

